Leitkulturförderung

Leitkulturförderung

Als Leipziger Kitas Schweinefleisch von der Speisekarte nahmen ging ein Beben durch Deutschland einig Piefkistan, Berlin drängelt sich um einen Sonnenplatz im Mikrofonwald und bellt in den Äther was immer man denkt dass es die mentalen Hutbürger besänftigen oder befeuern könnte. Keiner derer die da aufschrien, befeuerten oder besänftigten hatte sein Kind in einer der Kitas. Deutschland schrie sich mal wieder wegen Problemen weg, die keiner hat. Hysteristan im akuten Sommerloch eben. Wenn hingegen die EU Strafen von bis zu 850.000 pro Tag für die ungeregelte Leitkulturfolgenentsorgung ankündigt schweigt Berlin, schweigt Hysteristan. Schweinefleisch ist deswegen Leitkulturartefakt, weil es billiger als Brot ist. Das erreichen wir dadurch, dass wir seit Jahrzehnten alles dafür tun, dass es vor allem eines ist billig. Wir klauben sogar Fiffis Dünschiss vom Feldweg auf, während nebenan der Bauer die Scheiße von tausenden Schweinen auf den Acker kippt. Wir haben Regeln. aber nicht immer Sinn. Die EU hat auch Regeln, aber die werden also so lange ignoriert, bis es teuer wird. Dann zahlen wir eben alle dafür, dass einige zwanghaft Schweinefleischverzehr als Kulturgut betrachten wollen. Raucher waren auch mal so, alle mussten, weil sie wollten. Wahrscheinlich kreischt sich Deutschland deswegen gerade nicht kollektiv ins hysterische Wertekoma: im Gegensatz zum Speiseplan in der Kita teilen wir alle das Schicksal für das billige Schweinefleisch zu bezahlen: Nitratstrafen als Kulturgutabgabe. Und wieder ein Grund mehr aus der bösen EU auszutreten.
https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2019-07/nitrat-grundwasser-eu-kommission-deutschland