Nachdem die Holzformen geschnitten waren, druckte ich die Rot- und die Schwarzform und testete beide auf verschiedenen Papieren hinsichtlich Farbe und Passer. Um es mir leichter zu machen habe ich die Rotformen teilweise vergrößert gedruckt, da mit schwarz überdruckt wird und der dabei anstehende Glanzhof nach dem Wegschlagen der Farbe verschwindet. Am Ende entschied ich mich für Pantone 812, ein sehr grelles Rot, das auf dem beigen Papier jedoch für meinen Geschmack ausgesprochen gut wirkt.

Anschließend folgte der Bleisatz, denn das Plakat benötigte noch weitere Schrift. Dabei kam eines meiner ungemein praktischen Bacher‑Montageschiffe zum Einsatz, da ich hier nicht nur den Stand, sondern auch die Form berücksichtigen musste. Das Schiff besitzt einen Makrolon-Deckel mit Cicero‑Einteilung. Mit einem Marker übertrage ich die relevanten Formen auf diesen Deckel und kann so die einzelnen Schriftgruppen bereits im Satz nahezu exakt arrangieren.

Nach dem Ausbinden transportiert man den Satz im Schiff zur Maschine und hat dann noch etwa eine Stunde angenehme Pfriemelei vor sich, um die Form im Detail punktgenau einzurichten.

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