Bleisatz am Abend – Begrüßung einer neuen Schrift in der Setzergasse: der Holla von Klingspor, 1932. Für einen ersten zweifarbigen Probeabzug färbe ich die Form von Hand ein. Das ist nicht perfekt, aber es geht hier nur um die Begutachtung von Satz, Stand und ein erster Eindruck der späteren Farbwirkung. Sagt also Hallo zur Holla.
Nachtrag: einen Tag später hatte ich abends nochmal Zeit den Satz fertig zu setzen und auf der kleinen Zylinderpresse, der Korrex Stuttgart, zu drucken. Neben der Interpunktionskorrektur langsamer Puzzlekram, wie ich ihn mag: Eine st Ligatur habe ich nach einigem Hin- und her aus optischen Gründen auflöst, weil sie im Wort zu eng stand. Und dann habe ich noch alle Arten der Kommasetzung nach dem ersten Nichts ausprobier, um es dann wegzulassen. Warum? Nun weil da am Ende irgendwie immer „Nichts-Komma“ stand, was mir aber nicht gefiel, weil das Nichts nunmal absolut ist, so wie es Nichts-Komma eben nicht ist. Zum Glück trennt sich der Satz ohnehin auch so durch den Farb- und Schrifthöhenkontrast von alleine, und hey: am Ende muss es zum Glück ausschließlich mir gefallen.










Das Nichts
Handgedruckte Karte in der Holla von Rudolf Koch, erschienen bei Klingspor, 1932
Gedruckt in K+E Noravit Schwarz und Pantone 1302 Warmrot
260g naturweißer Baumwollkarton
