Wenn selbst große Einrichtungen wie der Zentralrat der Juden, die Amadeu Antonio Stiftung, Correctiv, HateAid oder der BUND vor massiven Einschnitten in Ihrer Arbeit warnen, zeigt das die erschreckende Dimension von Frau Priens Kürzungsplänen. Unter den bedrohten Projekten melden nun auch das Anne Frank Zentrum und die Bildungsstätte Anne Frank einen drohenden Kahlschlag – ausgerechnet dort, wo täglich gegen Antisemitismus, Rassismus und autoritäre Ideologien gearbeitet wird. Inmitten des systembedrohenden Wiederaufflammens faschistischer Tendenzen ausgerechnet hier die Mittel zu streichen, ist kein Schutz der Demokratie. Es ist vielmehr ein Signal, eine Einladung, eine Verbeugung, etwas das gefährlich nach Mittäterschaft klingt.