Ungleichheit, insbesondere soziale und finanzielle Ungleichheit, ist für Herrn Merz kein Problem, sondern völlig natürlich. Mehr noch–in seiner Welt ist Ungleichheit die Grundbedingung des freien Marktes, wie er es zB in vielen Reden oder in seinem Buch „Mehr Kapitalismus wagen“, 2008, ausführt. Es ist die privilegierte Sicht von einem, der mit, von einer guten Erziehung zu Achtsamkeit mal abgesehen, den besten Startbedingungen und Zeit seines Lebens bestens im Machtgefüge vernetzt, nie wirklich dem Markt unterworfen war und aus diesem Umstand eine persönliche, natürliche Überlegenheit ableitet.