
Entgegen der Verankerung des Sozialstaates in der Verfassung ist die Regierung Merz in den offenen Klassenkampf gegen den ihr offenbar lästigen Rest der Bevölkerung von Bürgergeld bis Mittelstand eingetreten. Soziales, Gesundheit, Rente, Kultur, Bildung.. alles wird zusammengestrichen, privatisiert oder geplündert. Die einzigen die ungeachtet höchstrichterlicher Beschlüsse seit Jahrzehnten wie seltsam heilige Kühe nicht angetastet werden, sind die Reichen und Überreichen. Die wiederum bedanken sich mit der großzügigen Finanzierung von Spaltung, Korruption und Nazis. Geld sei das Problem, sagt die Regierung. Nun, Geld haben wir wie Dreck. Was wir aber nicht haben ist ein Grundverständnis darüber, dass ein Staat im Kern ein Solidarpakt mit dem Ziel ist, dass alle zu gleichen Teilen an der gegenseitigen Absicherung beitragen. Angefangen von der Zweiklassenmedizin, über die Privatisierung von Bildung, der Sabotage von Zukunft zugunsten von Korruption, über Gatet Communities, bis zur eklatanten Mißachtung der steuerlichen Gleichbehandlung wachsen in Deutschland gefühlt eigentlich nur noch zwei Bereiche: Milliardäre und Menschen, die zunehmend frustrierter mit dem Staat sind, weil ihnen mit dem Verlust der gefühlten und realen Absicherung der Sinn für diesen abhanden kommt. Hieraus entstehen Hass und gesellschaftliche Spannungen, an deren Ende die freiheitlich demokratische Grundordnung nur noch verlieren kann.