Ein Herr lehnte sich im Café wohl von seiner Zeitungslektüre angeregt zu mir herüber und erklärte, es gäbe nur zwei Geschlechter. Ich goß mein inneres Seufzen in die Gegenfrage, was es ihn anginge. Denn wieviele Geschlechter es auch geben mag, es gibt in der Diskussion nur eine Übergriffigkeit: die dritten diktieren zu wollen wer was zu sein habe. Und rein biologisch gibt es auch beim Menschen viele Geschlechter, das zu wissen reicht bei aller Entschlossenheit eigener Meinung und Bauchgefühls auch nur die kürzeste Recherche zum Themenkomplex. Vom nichtbiologischem Geschlechterbegriff mal ganz abgesehen. Während also die Forschung daher nach und nach vom veraltendem Geschlechtsbegriff zur Spektrumszugehörigkeit wechselt, tobt in der Gesellschaft der Kulturkampf um die Deutungshoheit. Es geht dabei um Unterwerfung und Ausgrenzung, nie um Anstand oder gar Verständnis. Daher meine Gegenfrage: Was genau geht es Dich an!?