
Die Welt brennt, und mit ihr unsere Zukunft als zivilisierte Gesellschaft, weil wir es seit Generationen nicht nur als unser gegebenes Recht, sondern in Form des Wachstumsparadigmas als einzig relevante Leistungsmarke unserer Existenz begreifen, vorsätzlich stetig mehr vom Zu viel zu verbrauchen. Da ein Zu viel in einem geschlossenen System per Definition nicht nachhaltig sein kann, wird unausweichlich ein Verdrängungswettbewerb um Ressourcen begründet. Daher kann ein Ausbeutungssystem weder nachhaltig noch sozial gerecht sein. Egal, ob wir uns das noch so sehr wünschen oder nicht. Jeder Mensch, der es ernst mit dem Erhalt der Welt als gütlichen Lebensraum meint und sich im Zweifel nicht preppernd als Mad Max Romantiker wiederfinden will, muss daher weniger verbrauchen, mehr zurückgeben. Wir müssen als Spezies vom Parasiten zum Symbionten werden. Das Positive: Wir sind die einzige Spezies, die das aktiv tun kann. Das aktuell tragische: Wir wissen, dass wir das könnten, aber wir glauben nach wie vor, wenn wir die Erde nur schnell genug konsumieren, werden wir die Grenzen der Endlichkeit unserer Ressourcen überwinden.