Da kam dieser Anruf, dass da eine Korrex-Stuttgart seit Jahren im Schuppen stehe und dass die in den Schrott solle. Eine „BISTDUIRREWOHIN!?“ Diskussion mit der besseren Hälfte später sagte mein Verstand nichts mehr und meine Stimme zu. Dann folgte eine schöne, kontemplative Schlosserei auf dem Hof und nun ist sie wieder – bis auf ihre ehrliche Patina – Bling-Bling und auf Werkszustand.
Dafür wurde sie in mehreren Schritten vollständig bis zur letzten Schraube demontiert, entrostet, gereinigt, geschliffen, instandgesetzt, justiert und ist nun bis auf ein neues Drucktuch, das noch bestellt werden will und die in Auftrag-Gabe der Walzen-Neubeschichtung wieder makellos und betriebsbereit.

































































Wurde die Korrex vornehmlich zum Druck von Korrekturabzügen verwendet?
Das war ihre Hauptaufgabe. Durch ihre Präzison und bei, für Zylinderpressen, gleichzeitig geringstem Gewicht, sie wiegt gerade mal eine viertel Tonne, war sie auch in Betrieben, Ausbildung, Kunst und Hochschulen für kleinere Auflagen weit verbreitet. Diese hier hat beispielsweise ihr Arbeitsleben bei einer Esslinger Metallfabrik verbracht und dort Aushänge, Produktions- und Messebedarf gedruckt. Meine große, die Hannover war vorher erst bei der Post, dann an der Kunsthochschule Kiel und meine andere Stuttgart tatsächlich als Korrekturpresse bei einer Stuttgarter Zeitung.