
Energie, Digitalisierung, Mobilität—Deutschland steckt tief in einer selbstverschuldeten Transformationskrise. Wer wissen wollte, wie tief, sah und hörte gestern Merz den Vorgestrigen und den bayerischen Wurstfluencer Söder über die Zukunft Deutschlands in der Welt reden. Sie sprachen leidenschaftlich und aufrüttelnd über Technologien, die wir endlich von ideologischen Korsetts und Verbotskulturen befreien müssten, um wieder ganz vorne mitzuspielen. Bezeichnenderweise entstammten die Technologien, die Merz als Beispiele dienten, aus Anfang und Mitte des letzten Jahrhunderts des letzten Jahrtausends. Technologien, die er befreien will, die sich im globalen Wettbewerb jedoch zunehmend wie Wählscheibentelefone neben Quantencomputern ausmachen. Söder stellte die Trennung der Schraubverschlüsse von Plastikflaschen und das vermehrte Absingen der Nationalhymne in den Mittelpunkt seines Lösungsraumes. Man muss es deutlich sagen: Mit diesem Kanzler und dieser CDU/CSU-Union hat Deutschland unter den Technologienationen bestenfalls eine Zukunft als pittoreskes Industriemuseum seiner selbst für schon an der Gegenwart gescheiterte Wutrentner.